Definition Diskriminierung

Diskriminierung bedeutet Ungleichbehandlung, Abwertung und Benachteiligung von Menschen. Diskriminierung trifft Menschen aufgrund (zugeschriebener) Merkmale und/oder der Zugehörigkeit zu vermeintlichen sozialen Gruppen. Merkmale können sein: Hautfarbe, Herkunft, Aufenthaltsstatus, Sprache, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Religion, Alter, Behinderung, Aussehen, sozialer Status und weitere.

Diskriminierung kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden: zwischen Menschen, in/durch Institutionen und auf gesellschaftlicher Ebene.

  • Individuelle Ebene: eine Person handelt aus eigenen diskriminierenden Beweggründen.
  • Institutionelle Ebene: Diskriminierung als Ergebnis des Handelns einer Organisation (Gesetze, Verordnungen, Handlungsweisungen, institutionelle Routinen oder Unternehmenskultur).
  • Gesellschaftliche Ebene: Vorstellungen, Bilder, Vorurteile, Stereotypen, tradierte Geschichten, die definieren, was in der Gesellschaft als „normal“, „besonders“ oder „erklärungsbedürftig“ gilt.

 

Die Häufigkeit und Intensität, mit der Menschen von Diskriminierung betroffen sind, sind sehr unterschiedlich und haben somit sehr unterschiedlich weit reichende Konsequenzen in der Lebensrealität von Menschen. Diskriminierung geschieht zumeist nicht bezogen auf ein Merkmal, sondern durch die Kombination von mehreren Merkmalen (Mehrfachdiskriminierung).

Diskriminierung kann eine absichtsvolle Schlechterbehandlung sein. Oft passiert Diskriminierung auch ohne Absicht, quasi „aus Versehen“, aus Unachtsamkeit, Nicht-Wissen oder Ignoranz. Für Betroffene spielt jedoch die Absicht keine Rolle, die Verletzung wirkt unabhängig von der Absicht.